Fahrtbericht mit unserem neuen HappyCAT Racing.

Wegen unstetem Wetter im Sommer 2009 hat es erst beim 3. Anlauf geklappt endlich unseren neuen Grabner HappyCAT Racing auszuprobieren.
Einmal war ich sogar schon mit gepacktem Auto am Chiemsee (ich wollte es einfach wissen und dem Wetterbericht nicht wirklich glauben), aber dann hat es schon bei der Ankunft am Chiemsee geregnet und es kamen dunkle Gewitterwolken auf. Also noch eine Weile das Wetter beobachtet und nach den ersten Blitzen wieder nach Hause.

Aber am 2. August meldete der Wetterbericht schönes Wetter mit mäßigem Wind und erst gegen Abend eine Verschlechterung und möglicherweise Regen. Also früh los und den HappyCAT sorgfältig aufgebaut und alles gut verstaut.
Und dann waren wir zu Zweit das erste Mal mit dem HappyCAT Racing unterwegs.

Zuerst noch mit gerefftem Groß, da noch ein kräftiger Wind wehte. Aber bald konnte ich ausreffen und gemütlich bei mäßigem Wind mit ausgerefftem Groß gegenan kreuzen. (Ich war von den Kreuzeigenschaften begeistert - geht gut und schnell durch den Wind - und verliert kaum Höhe beim Wenden - super !!!)

Gegen Mittag haben wir dann an einer Boje festgemacht, die mitgebrachten Köstlichkeiten vernichtet und vor allem den HappyCAT und auch uns innerlich mit Sekt begossen.

Aber dann kam das gemeldete schlechte Wetter bereits früher als angekündigt. Vorsorglich hatte ich bereits geplant, dass ich auf dem Hinweg gegenan kreuzen muß und am Rückweg dann achterlichen oder halben Wind haben werde.

Also nix wie los und vorsorglich das Groß gleich gerefft. Sicherlich wäre der HappyCAT bei diesem tollen achterlichen Wind super mit vollem Groß gelaufen. Aber es war klar das ich später höher an den Wind gehen mußte und da die Wolken immer dunkler wurden und die Sturm-Warnlichter bereits angingen, war noch mit stärkerem Wind zu rechnen. Inzwischen waren auch alle anderen Boote eiligst unterwegs um in ihren Heimathafen zu kommen.

Wir hatten noch ca. 1 Stunde Fahrzeit vor uns, die Wolken wurden immer dunkler und der Wind immer stärker. Bei gerefften Groß und später dann auf 50% eingerollter Fock war dies ein tolles Segeln bei halbem Wind.
Die letzten 15-20 Minuten hatten es dann aber noch richtig in sich. Es hatte nun richtig heftig zu stürmen  angefangen und ein leichter Regen kam auch noch dazu. Das war ungefähr die Grenze für den HappyCAT, besonders durch die starken Böen und die typischen kleinen und steilen Chiemseewellen die sich bei Starkwind aufbauen.

Aber mit nur noch einem ganz kleinen Dreieck im Vorsegel zur Stabilisierung und durch schnelles Auffieren des Großsegels in den Böen konnte ich trotzdem die nötige Höhe halten welche ich brauchte um an meinem Ausgangsort wieder anzukommen.

Das war dann nach der Sekt-Taufe gleich noch die Sturm-Taufe für unseren HappyCAT.
Trotzdem haben wir uns nie unsicher gefühlt und ich war positiv überrascht wie gut der HappyCAT immer noch auf das Ruder reagiert hat und ich die Höhe halten konnte, obwohl dies jetzt schon eindeutig zu viel Wind für den HappyCAT war.
Wir werden uns noch lange an unsere tolle erste und auch stürmischte Fahrt erinnern.

Inzwischen haben wir viele weitere schöne Segeltage bei bestem Segelwetter mit unserem HappyCAT Racing auf verschiedenen bayrischen Seen erlebt. Durch unsere erste Erfahrung immer mit der Gewissheit, dass wir auf unserem HappyCAT auch wenn es mal wieder Dicke kommt, immer sicher unterwegs sein werden.

Gratulation an die Grabner Konstrukteure.

Mit netten Grüßen
Josef Grünwald