Übernachten und wohnen am HAPPY CAT RACING

Ein Schweizer GRABNER HC Racing-Besitzer berichtet:

Für mich war die Möglichkeit mitentscheidend beim Kauf: ich bin am Bodensee gross geworden und selbst an touristisch belasteten Tagen ist der See von abends 8 Uhr bis morgens 11 Uhr still, so dass ich das Uebernachten schon seit über 30 Jahren ( ich bin 49) schätze.

Auf dem Racing übernachtete ich mit meiner Frau auf 2 aufblasbaren Isomatten im Schlafsack liegend, die  am Heck beidseits der Pinne ca. 20 cm herausragten. (Ich bin 178 cm und meine Frau 166 cm gross.) Die aufblasbaren Isomatten sind so stabil,dass sie nicht nach unten wegkippen. Den Kat liess ich an einem Dalben festgebunden ganz in Ufernähe mit 10m Leine treiben. Es war wunderschön nachts mal die Sterne zu sehen und im frühen Morgenlicht vor Sonnenaufgang das Säntismassiv.

Es gibt auch keine Gefahr ins Wasser zu fallen, finde ich. Auf der Seite meiner Frau liess ich das Sitzkissen fixiert, das andere diente uns als Kopfkissen.
Ich werde jetzt weiter experimentieren, um auch bei Regenwetter übernachten zu können. Zunächst werde ich ein Tarp (eine Plane) 2,85 m x 3m ,der Firma Tatonka für 35 Euro kaufen (das ist ein erster Versuch wert), falls dieses zum Nähen oder Kleben geeignet ist. Silikonbeschichtete Tarps lassen dies nicht zu. Dann werde ich 2 oder 3 Bambusstangen oder spezielle Alugestänge, wie sie für Tarps angeboten werden, bis max. 180cm in der Grabner-Tasche, die ich auf dem Bugverdeck mitführe und in der auch das Grosssegel verstaut wird, als First nutzen, indem ich sie überlappend verbinde, hinten mit dem Grossfall hochziehe und vorne am Mast festgebunden. Dieser First soll vorne und hinten ca. 50 cm über das Trampolin hinausragen und ca. 120cm Höhe haben, damit das Regenwasser auch abläuft.
Das Tarp wird dann wie eine Persenning von vorne zum Mast hin und seitlich an den Wanten eingeschnitten. Vor dem Mast im eingeschnittenen Bereich ergibt sich dann durch die Dachform hinter dem Mast automatisch eine schützende Ueberlappung der Plane. Die Plane wird nach vorne über die Querstange am Bugverdeck gespannt, an den Seiten vielleicht unter einem Schwimmer durchgeführt und hinten als Schlaufe um die Hecks oder an aufgeklebten D-Ringen von Grabner fixiert.
Die kritischste Stelle ist der Mastbereich, da werde ich eine einfache Manschette anbringen, damit das Wasser weitestgehend auf die Plane abgeleitet wird. Das  Ganze ist eine Mischung aus Sonnensegel und Persenning gegen neugierige Blicke auf Kleinigkeiten, und kann auch zu beiden Zwecken dienen, denn insbesondere der Sonnenschutz ist mir auch wichtig, denn Wandertouren auf dem Wasser bei strahlendem Sonnenschein sind nur mit Schattenpausen zu überstehen. Meine Frau traut der Sache noch nicht ganz und will einen Biwacksack kaufen, mit dem sie wasserdicht im Schlafsack liegt.

Wir fahren im Juli nach Südfrankreich und werden auf einem See hinter der Atlantikküste segeln und dort will ich erste Experimente starten. Sobald etwas Vernünftiges herauskommt, schicke ich Ihnen Bilder und einen Bericht. Sollte das Wetter zu gut sein, wird es Oktober oder wieder Pfingsten werden, bis ich hoffentlich mal in schlechtes Wetter komme: Regen und Wind!