Schwarzes Meer Expedition 2011

Bereits zum dritten Mal fand in Rumänien am Schwarzen Meer ein Grabner Happy Cat Event statt. Im ersten und zweiten Jahr war es eine Happy Cat Regatta, dieses Jahr sollte es zum ersten Mal eine Expedition sein. Das Team Grabner (Ewald Grabner, Gregor Grabner, Clemens Roth) hatte die einzigartige Gelegenheit, in einer großen Gruppe von 8 Grabner Happy Cats mit einem neuen Happy Cat VISION teilzunehmen.

Früh morgens um 4 Uhr begaben wir uns zum Flughafen Wien/Schwechat. Das einchecken der genau abgewogenen, wasserdichten Rucksäcke war problemlos möglich. Der Flug nach Bukarest dauerte ca.eine Stunde. Am Flughafen in Bukarest wartete schon unser Rumänien Vertreter Catalin Campeanu auf uns. Anschließend ging es ins Zentrum von Bukarest und wir machten eine ausgiebige Sightseeing Tour. Ganz besonders erstaunt waren wir von dem größten Gebäude Europas dem Parlamentspalast von Ceausescu. Im Supermarkt deckten wir uns noch mit Kaltverpflegung für die ersten beiden Tage auf See ein. Auch ein Mückenspray der uns später noch wertvolle Dienste leisten sollte wurde organisiert.

Am Abend trafen sich alle Teilnehmer der Expedition auf dem großen Platz vor dem Parlamentspalast. Wir wurden herzhaft begrüßt und das wasserdicht-verpackte Gepäck samt Katamarane wurde in einen Kleinbus verladen. In einem zweiten Bus fuhren alle Teilnehmer mit. Von Bukarest aus ging es dann ca. 230 km Richtung Schwarzes Meer. Nach drei Stunden kamen wir in Navodari (Nördlich von Constanta) an.

Rasch hatten wir alle die gesamte Ausrüstung abgeladen und die Zelte für die Nacht wurden im Dunkeln aufgestellt. Bei einer gemütlichen Atmosphäre am Lagerfeuer klang der lange Tag aus.

Am nächsten Morgen ging es schon früh los. Die Vorfreude auf die kommenden Tage ließ keinen einzigen weiterschlafen. Schon am frühen Morgen merkte man, dass es wohl ein extrem heißer Tag werden würde. Die Zelte wurden abgebaut und das Equipment auf den Strand gebracht. Alle Teams bauten ihren Katamaran auf und die beiden Begleitboote Hobby und Ranger wurden mit all dem, was auf den Cats keinen Platz mehr fand, vollgepackt. Noch schnell die Haut mit Sonnencreme geschützt und schon konnte es losgehen. Am heutigen ersten Tag stand gleichzeitig auch die längste Etappe am Programm. Ganze 40 Kilometer galt es mit den Happy Cats, nur mit Hilfe des Windes zu bewältigen.

Wir hatten Glück, die Strecke führte der Küste entlang Richtung Norden und wir hatten konstanten Südwind mit ca. 2-3 Bft. Da es erst Juni war, war der Wind nicht so stark und die Wellen nicht so hoch wie bei der Regatta letztes Jahr im August. Die niedrigen Wellen hatten den Vorteil, dass sie beim „Wellen-hochfahren“ nicht so bremsten. Unser Team nützte die Gelegenheit und wir segelten mit Gennaker. Noch bessere Bedingungen hätten wir uns nicht vorstellen können. Der Gennaker brachte die gewünschte Leistung und wir fuhren immer an der Spitze mit. Ein größeres „Mac Gregor 26“ Segelboot bildete die Spitze der Kolonne. Einige ältere „Happy Cat Light“ gingen die Sache etwas gemütlicher an und ließen sich dahin treiben. Das Begleitboot Hobby mit 30 PS fuhr immer von Cat zu Cat und achtete darauf, dass alles gut verlief. Das vollgepackte Ranger mit einem 15 PS Motor bildete das Schlusslicht. Die ersten Cats erreichten das Tagesziel Grindul Chituc nach ca. 5 Stunden.

Die Katamarane wurden auf dem Muschel/Sandstrand herausgezogen und das Gepäck abgeladen. Das Zeltaufstellen auf dem Sandstrand war rasch erledigt. Nun waren wir auch froh, einen Mückenspray dabei zu haben. Wir befanden uns nämlich am Südende des Donaudeltas und hatten auch eine dementsprechende Fauna und Flora.

Nach dem Abendessen machten wir mit dem Hobby noch einen kleinen Ausflug ins „Donaudelta“. Durch einen schmalen Kanal an der Küste, kamen wir in einen großen See der rundherum mit Schilf bewachsen war. Vollbesetzt mit sieben Erwachsenen glitten wir übers Wasser und bestaunten den Sonnenuntergang.

Die Dunkelheit war hereingebrochen und nur der Mond und die Sterne erhellten den Himmel. Wir genossen die angenehme Wärme des Lagerfeuers. Ein Teilnehmer hatte eine Gitarre dabei und es wurde gemütlich musiziert.

Am nächsten Morgen wurde alles wieder verladen und es konnte zum nächsten und gleichzeitig auch zum Endziel Portita weitergehen. Heute galt es nur halb so viel Kilometer wie am Vortag zu bewältigen. Doch durch den stärkeren Wind gab es nun auch höhere Wellen und die 20 Kilometer wurden zum größten Spaß.  In Portita angekommen, wurde ein guter Platz für die Zelte gesucht und das Gepäck darin verstaut. Portita ist ein kleines Camping Dorf. An der Ostseite ist das Schwarzes Meer und an der Westseite das Donaudelta. Es gibt viele kleine Häuser in denen man übernachten kann und ein größeres Restaurant.

Wir genossen es wieder in der Zivilisation zu sein. Im Restaurant empfahl man uns guten Fisch und sie hatte vollkommen recht. Die nächsten Tage nahmen wir nur noch Fisch!

Für die folgenden Tage hatte der Wetterbericht schlechtes Wetter und sogar Sturm vorhergesagt. Wir nützten also den, noch schönen Vormittag und segelten an der Küste auf und ab. Einige Teilnehmer nützten die Gelegenheit und machten eine ausgiebige Testfahrt mit unserem neuen Happy Cat Vision. Das Hobby zog einen aufblasbaren Ring hinter sich her und jeder durfte so oft und schnell wie er wollte darauf mitfahren. Das war ein Spaß!

Leider hatte der Wetterbericht recht und am späten Nachmittag kam ein Sturm auf. Die nächsten Tage war es bei Windstärken zwischen 10 bis 12 Bft. leider nicht mehr möglich zu segeln. Am letzten Tag verluden wir unsere Ausrüstung auf ein kleines Donauschiff und dieses brachte uns über den Donau-See „Razim Lake“ nach Jurilovca. Dort holten uns wieder die zwei Kleinbusse ab und es ging zurück nach Bukarest.

Zusammengefasst war es ein sehr schönes Erlebnis in einer Gruppe von mehreren Katamaranen zu segeln und sich gegenseitig unterstützen zu können. Eine längere Strecke auch auf dem Meer mit dem Cat zu segeln und zu campen ist einfach wunderbar! Wir schmiedeten auch schon wieder Pläne für nächstes Jahr, vielleicht geht es von Constanta Richtung Bulgarien …

 

==> Zum Film  Black Sea Expedition 2011