Segelreise Elba Umrundung

Drei HAPPY CAT EVOLUTION umrunden Elba - 115 km Abenteuer


Vor dem Start der Serienproduktion des neuen HAPPY CAT EVOLUTION, wurde ein letzter Praxistest unternommen, die Umrundung der Mittelmeerinsel ELBA.

Der Elba Umrundung gingen zahlreiche Testfahrten mit dem HC-EVO bei Leicht- und Starkwind voraus. Alles wurde genau dokumentiert und Details perfektioniert. Der letzte Segel-Praxistest sollte von verschiedenen Personen erfolgen, um auch unterschiedliche Eindrücke zu hören. Bei der Elba Umrundung war daher ein Happy Cat Kunde, eine Segelstaatsmeisterin, der Konstrukteur des Bootes, ein Verkäufer, und jemand aus der Geschäftsleitung der Firma Grabner dabei.

Vorbereitungen

Die Devise war, so wenig wie möglich einpacken, um nicht unnötige Dinge auf den Katamaranen mitführen zu müssen. Ein wichtiger Punkt unserer Vorbereitung war, alle möglichen Übernachtungsstellen, Buchten, Strände und Häfen, auf dem Satellitenbild zu suchen und diese ins GPS zu speichern, um wenn nötig rasch an Land zu kommen.

Anreise

Die Anfahrt von Österreich nach Elba war unproblematisch. Am Sonntagabend ging es mit einem voll beladenen VW Bus los. In der Nacht von Sonntag auf Montag hatten wir eine sehr angenehme Fahrt auf fast leeren Straßen. Fahrzeit ca. 10 Stunden über den Brenner bis nach Piombino, von wo aus die Fähre ablegt. Alle 30 Minuten gibt es eine Verbindung auf die Insel. Früh am Morgen nehmen wir eines der ersten Schiffe und sind eine Stunde später auf Elba. Von Portoferraio fahren wir noch ca. 25 Minuten auf den Campingplatz Sole e Mare, der in einem abgelegenen Tal auf dem Nord-Ost Teil der Insel liegt.

Tag 1 - Nordseite, Nisporto - La Guardia 30 km

Am Campingplatz bauten wir direkt bei unserem Stellplatz die drei aufblasbaren Katamarane auf. Die neuen technischen Innovationen an dem Boot bieten tollen Bedienkomfort. Der Mast lässt sich dank eines Gelenks am Mastfuß leicht aufstellen, selbst unsere zierliche Julia schaffte es alleine ohne jede Anstrengung. Mithilfe der neuen Rahmen-Slipräder konnten die Kat's, inklusive bereits fest verzurrter Ausrüstung, von nur einer Person bis zum Wasser gezogen werden. Nur noch die Badehose angezogen und das Abenteuer konnte beginnen. Der Campingplatz hat einen schönen Kiesstrand, auf dem wir die EVOs gut slippen konnten. Um die Mittagszeit legten wir ab.

Wir wollten die Insel gegen den Uhrzeigersinn umrunden, da laut Wetterbericht für die nächsten 3 Tage Nord-West Wind vorhergesagt war und uns dieser Wind günstig erschien, um weniger kreuzen zu müssen. Gleich als wir die Bucht verlassen hatten, sprang ein Schwertfisch neben uns ein paar Mal aus dem Wasser. Genau so schnell wie er auftauchte, war er auch wieder verschwunden. Die ersten 10 km führten uns bei fast Windstille vorbei an der Bucht von Portoferraio. Mehrere Fährschiffe kreuzten unseren Weg. Es machte Spaß über deren große Heckwellen zu fahren. Selbst mit der halbwegs schweren Beladung am Bugverdeck gleitete der EVO mühelos übers Wasser.

Nach ca. 11 km auf Höhe von Enfola, schlief dann gegen 14.30 Uhr der Wind komplett ein. Gut dass auf einem EVO ein 5PS Motor montiert war. Wir hängten alle drei Katamarane Rumpf an Rumpf zusammen und fuhren die restlichen 5 km bis nach Marciana Marina mit dem Motor weiter. Mit 9 km/h kamen wir rasch voran. In der Marina genossen wir bei einem herrlichen Meerblick köstliche italienische Pizza. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wussten, wo wir übernachten werden, besorgten wir in einem Supermarkt noch etwas Brot und Wurst fürs Abendessen und Frühstück.

Um kurz nach 17 Uhr ging es weiter Richtung Westen. Der Wind frischte zu unserer großen Freude auf etwa 2 bis 3 Windstärken auf. Wir mussten kreuzen, um den nord-westlichen Insel Teil, in der Gegend von Saint Andrea, zu umsegeln. Der Wind kam scheinbar immer entlang der Küste, aus der uns entgegengesetzten Richtung. Im Zickzackkurs ging es bis 19 Uhr so weiter. Die Sonne war bereits knapp über dem Horizont. Der Himmel leuchtete in einem herrlichen orange. Wir suchten uns einen nahe gelegenen Punkt auf dem GPS und steuerten diesen an. Nach insgesamt 30 Tageskilometer auf dem Wasser, erreichten wir bei der Ortschaft La Guardia einen steinigen Strand, unterhalb eines kleinen Leuchtturms. Weil der Strand so schräg war, konnten wir die Zelte nicht auf das Trampolin der Katamarane stellen. Also stellten wir sie direkt auf dem "Stein-Strand" auf. Aber zuerst war Steine schlichten angesagt, um auf einer halbwegs vernünftigen Fläche schlafen zu können. Noch kurz Schwimmen im sehr warmen Meer und ein kleines Lagerfeuer beendete den ersten Tag.

Tag 2 - Südseite, La Guardia - Lido di Capoliveri 38 km

Das Rauschen des Meeres weckte uns am nächsten Morgen. Ein herrlicher Duft breitete sich über dem Strand aus. Unglaublich, da gab es tatsächlich ein kleines Cafe direkt am Strand, hinter einem großen Felsen, das wir am Vortag gar nicht bemerkt hatten. Und zu unserer großen Verwunderung war sogar schon früh am Morgen jemand da und backte frische, süß duftende "Cornetti" (Anm.: Kipferl). Dazu gab es heiße, richtig dickflüssige Schokolade. Ein Traum! Und das an einem so abgelegenen Strand. Besser konnte der Tag nicht beginnen. Das mittlerweile zähe Brot vom Vortag, hätte also nicht sein müssen.

Am Horizont sah man bereits leicht kräuselndes Wasser. Wir hofften auf besseren Wind als am Vortag. Also schnell noch die Zelte auf die Boote verladen und weiter ging es. Es war zwar kein starker Wind, aber immerhin ging es mit ca. 2 Beaufort schön dahin. Interessant war, dass der Wind wieder genau der Insel entlang, aus südlicher Richtung kam, nicht wie vorhergesagt aus Nord-Westen. Aber wenigstens blieb die Hoffnung, den Südwind so nützten zu können, um bei Halbwind die Südseite der Insel mit einem Schlag abzusegeln. Also war vorerst wieder Kreuzen angesagt. In großen Schlägen ging es Richtung Süden. Einige größere Segelyachten waren auch auf Südkurs unterwegs. Wir wollten sehen wer der schnellere war und verfolgten eine Yacht die unter deutscher Flagge fuhr. Der aerodynamisch profilierte, drehende Mast erzeugte bei den Windverhältnisse ein gutes Großsegel-Profil. Nach einigen Begegnungen beim hin und her Kreuzen war klar, obwohl wir auf einem Kat mit aufblasbaren Rümpfen unterwegs waren, hatten wir einen beträchtlichen Vorsprung gegenüber der großen Segelyacht geschafft. Das war ein Spaß! Die Yacht gab scheinbar auf, holte die Segel ein und fuhr mit Motor weiter. Es war beeindruckend wie gut der EVO Höhe lief und dass er trotz wenig Wind, verhältnismäßig sehr schnell war. Nach ca. 14 km kreuzen erreichten wir Pomonte, auf der südlichen Westseite der Insel.

Viele andere Schiffe waren auch dort. Neben einem kleinen Riff liegt direkt vor Pomonte das Schiffswrack "Elviscott". Wir hängten uns auf eine Boje in der Nähe des Wracks und warteten alle zusammen. Noch schnell das zähe Brot und Wurst vom Vortag verzehrt und es konnte weiter gehen. Nach weiteren 9 km Zickzackkurs Richtung Süd-Osten, erreichten wir die Spitze der Landzunge von Fetovaia. Als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte, war plötzlich der Wind wie bereits am Vortag, komplett aus. Damit hatten wir nicht gerechnet. Die ganze Zeit Südwind und dann auf der Südseite kein Wind. Dieses Phänomen hätten wir uns nur bei Nordwind erwartet, denn dann wäre die Südseite im Windschatten der hohen Berge von Elba. Es war ca. 14 Uhr, zu früh um für den heutigen Tag Schluss zu machen. Also Motor ins Wasser und weiter ging es im Schleppverband. Vorbei an tollen Stränden und beeindruckenden Felsen, kamen wir zu der großen Bucht von Marina di Campo. Der Hunger war noch nicht so groß, also übersprangen wir die Bucht und auch die nächste. Es ging wieder bei einem Riff vorbei, bei der Insel Isola Corbella. Man konnte viele Taucher im Wasser erkennen.

In der dritten großen Bucht, suchten wir uns bei dem Dorf Lido di Capoliveri einen Campingplatz. An einem Schwimmsteg wurde die Ausrüstung entladen und anschließend sagte man uns, wir sollten die Katamarane an jeweils eine Boje hängen. Gesagt getan, nur wie kommen wir wieder zurück ans Land? Nach einigen Minuten vergeblich mit den Händen winken, war es wieder Mal der Motor, der uns aushalf. Also alle zurück ans Land gebracht, Kat wieder an die Boje und am Schluss musste einer schwimmen. Bei einer köstlichen Pizza ai Frutti di Mare wurde das Wetter für den nächsten Tag geprüft. Kräftiger Südwind war prognostiziert, genau richtig für das nächste Teilstück, das uns entlang der Ostküste wieder hinauf bis an die Nordspitze führen sollte. Leider war auch Gewitter vorhergesagt, allerdings erst für den späten Nachmittag.

Tag 3 - Ostseite, Lido di Capoliveri - Nisporto 47 km

Sieben Uhr morgens, den Kopf aus dem Zelt gesteckt, nicht so schön. Der Blick Richtung Süden zeigte dunkle Bewölkung - genau unsere Richtung, der Blick Richtung Nord-Westen einen strahlend blauen Himmel.
Um 9 Uhr stachen wir wieder in See. Das erste Stück ging Richtung Süden, bis zur südlichsten Spitze von Elba. Anfangs im letzten Eck der Bucht, noch mit spiegelglattem Wasser, je weiter wir hinaus kamen, desto höher wurden die Wellen und desto stärker blies uns der Wind entgegen.

Jetzt zeigt sich, wie die Konstruktion des EVOs tatsächlich ist. Unbeeindruckt von der mittlerweile rauen See, segelt der Kat über die Wellen. Das war ein Spaß! Wir gleiteten dahin und vorbei fahrende Fischer sahen uns verwunderte an. Wahrscheinlich dachten sie wir sind verrückt, dass wir bei so einem "Sauwetter" mit einem Segelkatamaran überhaupt noch aufs Meer hinaus fahren, genau dem Gewitter entgegen. Die Welle peitschten spektakulär gegen die felsige Küste.
Nach einer Stunde und 13 km kreuzen, erreichten wir das stillgelegte Bergwerk Miniera di Punta Calamita. Der Wind drehte von Süden auf Osten. Also wieder genau der Küste entlang, wie auch schon die Tage zuvor. Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir die Insel im Uhrzeigersinn umrundet und nicht entgegengesetzt. Um keine Zeit beim Kreuzen zu verlieren, kippten wir den Motor wieder ins Wasser und fuhren die letzten 2 km um die Südspitze gemeinsam herum. Wir waren nun nahe an der felsigen Küste. Der kräftige Südwind drückte die Wellen gegen die Felsen, diese prallten dort wieder ab und kommen nun von allen Richtungen durcheinander. Ein kurzer Moment der Skepsis, ob das Material alles aushalten würde, drängt sich in den Kopf, doch dieser Gedanke war schnell verflogen. Der HC-EVOLUTION erwies sich als sehr strapazierbar. Wir erreichten ein zweites still gelegtes Bergwerk, Miniera del Ginepro. Dort lösten wir unseren Schleppverband wieder auf und bei einer Mischung aus achterlichem und Halbwind ging es nun die Ostküste hinauf.

Von den Vortagen abgestumpft, bei fast Windstille, mit 5 bis 10 km/h dahin zu gurken, waren wir plötzlich wachgerüttelt. Den Traveller auf Lee gestellt und die Segel voll angeknallt. Den Blick aufs GPS, wow wir konnten es gar nicht glauben, 21, 22, 23 km/h, zügig fetzten wir über die Wellen, immer schneller ging es dahin. Trotz der rauen See und der Beladung am Bugverdeck meisterte das Boot die steilen unguten Wellen von Achtern bravourös. Der moderne Happy Cat war diesen Bedingungen deutlich überlegen, es hätte noch mehr Wind und größere Wellen sein können, wir bekamen richtig Lust darauf.

Es schien so, als ob die Rümpfe richtig ins Gleiten kamen. Beide Bugspitzen hoben sich aus dem Wasser. Beeindruckend diese Beschleunigung! Ein 12 km Teilstück, für das wir am Vortag bei fast stehender Luft Stunden benötigt hätten, war in 30 Minuten hinter uns. Der Himmel war in dunkles grau gehüllt. Von Süden hörte man ständig gewaltiges Donnern, aber keine Blitze waren zu sehen. Im Norden vor uns sah es auch nicht viel besser aus. Die Spitzen der gebirgigen Landschaft von Elba waren in dichte Wolken gehüllt.

Auf Höhe von Rio Marina drehten wir uns in den Wind, rollten die Fock ein und hängten die Großschot aus. Eine kurze Pause war angesagt und wir warteten alle zusammen. "Seid ihr alle ok?", "ja ja alles gut". Das Wetter veränderte sich nicht. Wenn es so blieb konnten wir weiter fahren, falls es schlechter werden würde, wollten wir den nächst gelegenen Hafen anfahren.

20 Kilometer und 1,5 Stunden später, hatten wir von der Südspitze Elbas, die ganze Ostküste bis Cavo im Norden abgesegelt, inklusive zwei langen "Sicherheits-Pausen". (Durch die unterschiedliche Beladung, entstanden große Abstände zwischen den 3 Kats. Bei diesen unsicheren Wetterverhältnissen, wollten wir uns nicht zu weit voneinander entfernen.) Herrlich! An den zwei Tagen zuvor hätten wir auch gerne so viel Wind gehabt. In Cavo konnte man das Festland von Italien sehen, am Horizont fuhren die großen Fährschiffe vorbei.
Weiter fahren oder in Cavo bleiben? Das schlechte Wetter schien etwas näher zu kommen. Wenn wir tatsächlich in das Gewitter kommen würden, während wir am Wasser sind, wäre das unangenehm. Andererseits wenn wir in Cavo bleiben und das Gewitter kommt, sitzen wir in Cavo fest. Es ging die ganze Zeit so schön dahin und nichts passierte. Es waren nur noch 6 km zurück bis zu dem Punkt, von wo aus wir 3 Tagen zuvor gestartet waren.  

Wir gingen das Risiko ein, falls wirklich etwas sein sollte, hatten wir noch den 5 PS Motor, der uns schon die Tage zuvor treue Dienste geleistet hatte. Weiter ging es von Cavo um die Nordspitze von Elba herum, wieder hinunter in Richtung Süd-Westen, dem Ziel Campingplatz entgegen. Wir trauten unseren Augen nicht, die Wolken rissen auf und strahlender Sonnenschein kam uns entgegen. Es wurde brütend heiß. Ein riesiger Kiesstrand lag einladend auf unserer Backbord Seite. Dem konnten wir natürlich nicht widerstehen. Den Nachmittag verbrachten wir dort mit Baden, bis dass es am Abend endgültig zurück zu unserem Ausgangspunkt ging.

Glücklich erreichten wir den Campingplatz. Nach drei Tagen mit tollen Eindrücken hatten wir die Umrundung geschafft. Am Abend kam dann doch noch das Gewitter, aber dass war uns dann egal.

Eindrücke

Trotz wenig Wind an den beiden ersten Tagen, kamen wir immer gut vorwärts. Wir waren verblüfft wie viel Strecke man bei gutem Wind in sehr kurzer Zeit mit dem EVO zurücklegen kann. Selbst bei schwerer Beladung erreichten wir hohe Geschwindigkeiten. Steile Wellen sind ein Kinderspiel für die neue revolutionäre Rumpfform des EVOs. Bei gutem konstantem Wind, könnte man die Insel theoretisch an nur einem Tag umrunden. In unserem Fall hätten wir ohne Motor allerdings womöglich noch ein bis zwei Tage länger benötigt, da wir an den beiden ersten Tagen sehr schwachen Wind hatten. Wenn man weitere Strecken Segeln möchte, sollte man sich darauf einstellen, lange sitzen zu müssen. Wir hatten auf allen drei Katamaranen Sitzkissen und diese waren wahrlich ein Segen! Wenn man mit drei Booten unterwegs ist und jedes unterschiedlich beladen ist, sowie verschiedene Personen segeln, dann sind auch die Reisegeschwindigkeiten variabel. Unter diesen Bedingungen beim Segeln zusammenzubleiben ist fast unmöglich. Deshalb hatten wir auch Funkgeräte mit, dass wir uns immer verständigen konnten. Auf einem Katamaran sind immer zwei Personen gesegelt, um bei unvorhergesehenen Situationen besser reagieren zu können.

Es ist unglaublich wie viel der EVO aushält. Als wir am letzten Tag in höheren Wellen und stärkerem Wind unterwegs waren, verhielt sich die gesamte Konstruktion genau so stabil wie an den Vortagen, an denen fast Windstille herrschte. Nichts verdrehte sich am Rahmen, ein stabiles Rigg, die Rümpfe fahren unbeeindruckt wie ein Panzer über die Wellen. Der EVO fährt sehr gut Höhe und lässt sich ruhig steuern. Einfach ein Traum!

Es ist sehr gut, wenn man einen Motor am Meer dabei hat. Wenn der Wind ausbleibt, oder zu viel davon kommt und man das Großsegel weggeben muss, klappt man den Motor hinunter und weiter geht es. Ohne Motor lange Distanzen zu fahren, kann sehr mühsam sein. Alleine schon wegen der Sicherheit sollte man beim Langstreckensegeln immer einen Motor dabei haben. Dabei ist es sehr empfehlenswert zumindest einen 5PS Motor zu verwenden, um auch gegen Wind und Strömung anzukommen. Das zusätzliche Gewicht merkt man auf kurzen Strecken nicht wirklich, bei langen Distanzen zeigt sich dann der Unterschied. Das Boot mit Motor + Tank war immer das letzte. Ansonsten stört der Motor nicht. Wenn er hochgeklappt ist, kann man die Traveller-Leine unter dem hochgeklappten Motor durchführen und den Traveller normal bedienen.

Elba ist eine schöne Insel mit einer vielfältigen Landschaft und Vegetation. Beim Segeln sollte man genau wissen auf was man sich einlässt und schon etwas Erfahrung haben. Bei felsigen Küsten kann man nicht anlanden und diese kommen auf Elba häufig vor. Das Wichtigste ist immer das Wetter, wenn das passt, ist alles gut. Der Wind ist auf Elba angeblich meistens gut, nur wir hatten etwas Pech und die falschen Tage erwischt. Auffällig ist, dass sich der Wind meistens entlang der Küste der Insel bewegte. Wenn man nahe an der Küste unterwegs ist, merkt man dass die Wellen aus verschiedenen Richtungen kommen, weiter draußen sind sie gleichmäßiger.

Zusammengefasst kann man über die Elba Umrundung sagen, dass es eine schöne Reise war, bei der man viel sieht und die auch in kurzer Zeit gemacht werden kann.

Über den HAPPY CAT EVOLUTION kann man sagen, dass es ein toller Katamaran ist, der in einer völlig neuen Liga spielt. Er überzeugt besonders durch seine hohe Stabilität, der schnellen Reisegeschwindigkeit und dem guten Höhe Segeln. Der EVO hat ein ruhiges Fahrverhalten sowie eine gute Kursstabilität. Die vielen Details wie Mastfuß-Gelenk, Pinnenfeststeller oder die genauen Trimm-Möglichkeiten der Segel sind sehr praktisch und wenn man sie ein Mal erlebt hat, möchte man sie nicht wieder missen. Der Aufbau ist einfach und rasch erledigt. Die kompakten Rahmen-Slipräder sind sehr praktisch, gerade wenn Gepäck am Bugverdeck ist und man den Kat alleine bewegen möchte. Es macht unglaublich viel Spaß den HC-EVO alleine zu Segeln. Bereits bei etwas mehr Wind hebt sich der Luv Rumpf aus dem Wasser und der Kat wird sehr sehr schnell.