Rigg

Wie stark können die Mastverbindungsstücke belastet werden?

Die Mastverbindungsstücke sind so ausgelegt, dass sie vereinfacht gesagt "minimal weniger aushalten" als das Mastprofil selbst.
Das ist sehr wichtig, um im Falle einer nicht segelbedingten Überlastung nachgeben zu können, ohne dass die Mastsegmente selbst beschädigt werden. Das kann zB bei einer Kenterung mit Grundberührung oder bei einer Kenterung, bei der der Segler auf den Mast fällt vorkommen.
In diesem Fall wird das Verbindungsstück mit zwei Nieten ausgetauscht.

Der Mast wurde bis einschließlich 6 Beaufort getestet und bei keinem einzigen Test ist es jemals passiert, dass die Verbindungsstücke während des Segelns durch reine Windeinwirkung verbogen wurden.

Was bedeutet "Hochfest-Profil" Mast?

Der HAPPY CAT hat ein sehr großes Großsegel. Um diese große Fläche so effizient wie möglich nützen zu können, bedarf es einen sehr festen Mast. Daher ist das Mastprofil mit statischen Berechnungen entwickelt worden, um bis ganz hinauf zum Masttop, die volle Leistung des Segels nützen zu können. Die Verbindungsstücke sind nicht rund sondern 4eckig, um eine maximale Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten.

Wenn der Mast nicht ausreichend steif konstruiert wäre, wäre er zwar leichter, hätte aber 3 schwerwiegende Nachteile:

• Durch den weichen Mast würde die gesamte Stabilität des Riggs leiden. Das hätte zur Folge, dass die Fock an der Vorderseite - Vorliek - eine große Biegung machen würde "sicheln" und damit die "viel Höhe Fahren" Segeleigenschaften beträchtlich darunter leiden würden.
• Ein weicher Mast würde sich im oberen Bereich stark nach Lee verbiegen und somit würde sich auch das Großsegel im oberen Bereich öffnen - stark in den Wind verdrehen - und viel Leistung würde verloren gehen. Die große Segelfläche wäre damit völlig umsonst.
• Wenn der Mast nicht ausreichen stabil genug konstruiert ist, wäre das sehr gefährlich wenn man in einen stärkeren Wind kommt, weil nicht genügend Reserven vorhanden wären und der Mast könnte knicken.

Was bedeutet "drehbarer, aerodynamisch geformter Mast"?

Der neue Mast des HAPPY CAT hat eine prägnante Tropfenform und wird mit 4-eckigen Profilen verbunden. Durch die große Dimensionierung und durch die Verbindungsprofile wird eine sehr gute Steifigkeit erlangt. Dadurch kann sehr effizient der Segeldruck in Fahrt umgesetzt werden, ohne dass viel Leistung verloren geht. Die Segellatten des Großsegels sind so gemacht, dass sie sich im vorderen Bereich mehr biegen können. Der Mast dreht sich mit dem Großsegel mit. Durch diese Kombination entsteht ein sehr gutes Großsegelprofil. Das bedeutet in der Praxis, dass der HAPPY CAT bei wenig und viel Wind, immer ein Höchstmaß an Geschwindigkeit ermöglicht. Bereits bei der geringsten Brise zieht der HAPPY CAT davon, bei viel Wind hat man das Gefühl nichts kann den Katamaran stoppen.

Warum ist bei Winddruck die Lee Wante nicht gespannt?

Der Mast ist sehr hoch und die Wantenseile sehr lang. Die Wantenseile haben eine minimale Dehnung. Dadurch sind - wenn Druck im Segel ist - die Wanten an der Luvseite gespannt, die Lee Wanten aber nicht, das ist völlig normal. Die Doppelwanten sind sehr stabil, verteilen die Kraft und setzen den großen Segeldruck optimal in Fahrt um. Das bei großem Segeldruck die Leewanten leicht entspannt sind, beeinträchtigt die Segeleigenschaften nicht. Beim Aufbau sollte die Fock mit dem Fall kräftig in die Klemme gespannt werden, um dem Rigg eine ideale Stabilität zu geben. Es kann sein, dass wenn der Kat ganz neu ist, noch etwas Dehnung in den Materialien (Segel, Falle) ist, das wird bei der Benützung weniger. Daher evtl. das Vorsegel nach der ersten Ausfahrt erneut mit dem Fall in die Klemme spannen.

Sollen Unterwanten straff oder locker angepasst werden?

Der Vorliekschnitt des Hauptsegels giebt die Biegung des Mastes vor.
Um den Mast bei stärkerem Wind eine optimale Biegung zu ermöglichen, sollten die unteren Wanten eine entsprechende Länge haben.
Das bedeutet, bei wenig Wind sollten sie keine Spannung haben, die Wantenspannung sollte erst bei stärkeremWind erreicht werden.

Eine falsche Länge der Wanten (Wantenspannung) kann Probleme verursachen:

  • Wenn sie zu kurz sind kann der Mast bei stärkerem Wind die optimale Biegung nicht erreichen. Der Druck am Masttop wird dann so groß daß Gefahr besteht daß die Verbindungsrohre knicken.
  • Weiters kann sich eine zu knappe Wantenspannung auf das Hauptsegel übertragen und das Segelprofil beeinflussen, in deren Folge sich auch die Segeleigenschaften negativ ändern.

 

Fazit: Die unteren Wanten sollen erst bei stärkerem Wind voll durchgespannt sein. Bei leichtem Wind sollen sie durchhängen.

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