Segel

Warum hat der HAPPY CAT keinen Baum beim Großsegel?

• Damit der Baum nicht auf den Kopf aufschlagen kann, sodass keine Verletzungsgefahr besteht. Gerade wenn man mit Kindern und der Familie an Bord segelt, ist die Sicherheit das wichtigste!
• Durch den schräg nach unten erweiterten Segelschnitt wird mehr Segelfläche in Mastnähe und wertvolle Kopffreiheit für die Crew gewonnen. Auch wird der induzierte Luftwiderstand verringert.
• Anstatt einem Baum ist die unterste Segellatte etwas steifer, darunter ist ein 5-Loch Schothornbrett, mit dem das Segelprofil eingestellt werden kann.

Wozu ist der Großschot Traveller?

Mit dem Traveller kann der "Twist" (Verdrehung) des Großsegels eingestellt werden, sodass das Großsegel mehr oder weniger Leistung bringt. Dadurch wird die Segeltrimmung deutlich optimiert und kann auf den aktuellen Kurs und Windverhältnisse angepasst werden.

Auf Vorwindkursen kann man mit dem Traveller das Großsegel auf der entsprechenden Luvseite dichtholen und dadurch eine Spannung im Achterliek des Großsegels erzeugen. So erreicht man, dass der obere breite Bereich des Segels "Square-Head" möglichst "dicht" ist und sich nicht das Segel durch den Winddruck öffnet (verdreht).

Auch ob Sie sportlich oder gemütlich segeln möchten, kann mit dem Traveller beeinflusst werden.
Bei wenig Wind kann man den Traveller in Richtung Luv (von wo der Wind kommt) stellen, wodurch man näher am Wind segeln kann (dabei erhöht sich auch der Ruderdruck). Für sportliches Segeln auf einem Rumpf, kann die selbe Einstellung verwendet werden, wodurch der Luvrumpf leichter aus dem Wasser kommt.
Wenn man bei stärkerem Wind besonders Kentersicher segeln möchte, kann der Traveller nach Lee (dort wo der Wind hin bläst) eingestellt werden (Ruderdruck verringert sich dabei), wodurch der Zug auf die Luvseite des Bootes stark reduziert wird und das Boot sicher auf dem Wasser liegt.

Wenn bei viel Wind gut Höhe gefahren werden soll, kann der Druckpunkt nach hinten verlagert werden. Dazu soll der Traveller dichter gestellt werden, aber die Großschot eher offen sein.

Es gibt ein Starkwindsegel für den EVO, bedeutet das im Umkehrschluss, dass der EVO mit dem großen Serien-Standardsegel nur bis 4 Bft. u. nicht bei 5 Bft. gefahren werden sollte? Warum gibt es statt dem Starkwindsegel nicht ein reffbares Großsegel?

Kurz gesagt unsere Empfehlung
• 1 Person: bis 4 Bft. serienmäßiges Großsegel, ab 5 Bft. kleines Großsegel.
• Mehr Personen: auch bei 5 Bft. serienmäßiges Großsegel.

Der EVO ist ein sehr sicheres Boot. Man kann ihn bei viel Wind alleine oder mit mehreren Personen fahren, mit serienmäßigem Großsegel oder auch mit kleinerem "Starkwind-Großsegel".

Wir haben den EVO bis 6 Bft. einhand mit dem Serien-Großsegel getestet. Er kommt leicht auf einen Rumpf. Daher sollte man die Großschot bei starkem Wind immer aus der Hand fahren. Bei Testfahrten sind wir teilweise bei viel Wind sogar mit 2 Personen auf einem Rumpf gefahren. Es ist abhängig vom Gewicht des Seglers, wie hoch der Kat aus dem Wasser kommt. Das kleinere "Starkwind-Großsegel" ist also dafür, wenn man zB alleine unterwegs ist und auf Nummer sicher gehen möchte, oder wenn zB Kinder an Bord sind, dass man mehr Sicherheit hat.

Warum es kein reffbares Großsegel, sondern ein kleineres "Starkwindsegel" gibt ist deshalb, weil es in der Praxis so besser funktioniert:
Bei einem gerefften Großsegel gibt es eine "dicke Wurst" im unteren Bereich, diese hat eine schlechte Aerodynamik, verursacht ein schlechtes Segelprofil, Falten im Segel und ist generell störend, behindert die Sicht etc.

Am Wasser kann man bei starken Windverhältnissen mit entsprechendem Wellengang nur sehr schwer das Segel reffen. Genauso wenig kann man das große Segel gegen ein kleines tauschen.
Daher ist die Anwendung von einer kleineren Segelfläche so gedacht, dass bereits vor dem lossegeln die entsprechende Segelfläche gewählt wird. Ein maßgeschneidertes kleineres Segel funktioniert in diesem Fall besser als ein gerefftes größeres Segel.

Wenn man bereits am Wasser unterwegs ist und der Wind zu viel wird, kann man das Großsegel komplett weggeben und nur mit der Fock weiterfahren. Zahlreiche Rückmeldungen von Kunden haben eindeutig bestätigt, das es so am besten funktioniert.

Die Fock kann komplett ausgerollt gefahren werden. Wir hatten bei unseren Prototypen auch die Möglichkeit von einer nur teilweise ausgerollter Fock getestet. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass dies nie notwendig war, auch nicht bei viel Wind. Genauso hat sich bei den Praxistests gezeigt, das es keinen Sinn macht ohne Fock zu fahren.

In der Praxis bedeutet das zusammengefasst:
Wenn man beim Aufbau schon sieht, dass starker Wind ist und womöglich noch Kinder mit an Bord sind, kann gleich das kleinere Starkwindsegel von Anfang an verwendet werden. Umgekehrt wenn weniger Wind ist, verwendet man das größere Serien-Großsegel.  Generell wird empfohlen ab 5 Bft. das kleinere Segel zu verwenden. Wenn man den "Top-Speed" aus dem EVO holen möchte, kann man auch bei viel Wind das große Segel verwenden. Dann ist das Trapez mit Ausreitvorrichtung sehr praktisch, um mehr Gegengewicht erzeugen zu können.

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