NEO PROTOTYPEN TEST IN SCHWEDEN

Um Erfahrung zu sammeln, hat GRABNER bereits im Sommer 2015 Prototypen vom neuen HAPPY CAT NEO zum Testen ausgegeben. Alles musste streng geheim bleiben!

Gerd Kassel testete mit seiner Tochter Samira den HC-NEO in Schweden. Hier ein Auszug von seinem Bericht, sowie sein Video-Tagebuch:


Mit der Energie des Windes

Meine Tochter Samira und ich sind zeitlebens begeisterte Wind- und Wassersportler. Wir lieben nicht nur das Paddeln, sondern auch das Windsurfen, das Kiten und das Segeln. Und schon lange haben wir auf dem Plan, endlich mal die Wasserwildnis in Europas Norden mit Zeltgepäck und Windkraft zu durchstreifen. Die Frage dabei ist nur: Besegeln wir unsere Kanus oder paddeln wir mit einem kleinen, leichten Segelboot? Denn unsere wildnistauglichen, kleinen, wendigen, geländegängigen Wasserfahrzeuge müssen sie je nach Wetterlage sowohl paddeln als auch segeln lassen.

Die Entscheidung, ob besegelbares Kanu oder paddelbares Segelboot nimmt uns die Firma Grabner ab, die uns für unseren Schwedentrip 2015 den Prototyp eines neuen Leichtgewichtskatamarans anbietet. Den HAPPY CAT ultra light NEO! Die Idee gefällt uns.

Nach ausführlichen Tests auf unserem Haus-See im Hohen Westerwald Ende Juli 2015 packen wir den Happy Cat NEO in 3 passenden Transporttaschen kurzerhand zu den 2 Schlauchkajaks im Heckstauraum unseres kleinen, auf 1200 kg aufgelasteten Reise-Wohnwagens.

„Oh, what’s that? You want to sail this raftboat?“ Als wir den Happy Cat NEO am Ufer des Stora Bör im Camp Grinsby aus den Wohnwagen holen und aufbauen, erregen wir Aufsehen und Neugierde bei den Schwedenurlaubern und dem Camp-Chef. Der will genauer wissen, was wir da treiben und was wir mit dem „Raftboat“ vorhaben. Wir erklären und zeigen es ihm, als wir kurze Zeit später zu viert in See stechen. Es herrscht frischer Ostwind und wir gehen gleich ab wie „Schmidts Katze“!

Als wir später zurückkehren und den Happy Cat NEO mit Zeltgepäck beladen, zücken manche ihre Kameras, um unser Treiben festzuhalten. Unseren Camp-Nachbarn erklären wir: „Wir sind dann mal weg! Wir bleiben  über Nacht! Irgendwo draußen auf den Inseln! Also keinen Alarm mit Suchtrupp!“

Gedacht, gesagt, geplant, gemacht! Es macht uns höllischen Spaß samt Zeltgepäck per Windkraft auf einem kleinen, leichten Schlauchkatamaran über Schwedens Wildnis-Seen zu brettern. Abends sind wir trotz Sonne und Neoprenschutz ziemlich geschlaucht und ausgekühlt. Aber schnell ist der Gummikat in eine windgeschützte Bucht einer namenlosen Insel geschafft. Dafür benutzen wir Stechpaddel. Nach dem Abladen der wasserdichten Packsäcke mit Zeltgepäck heben wir den leichten Kat aus dem Wasser. Die Fock wird eingerollt und gesichert. Das Großsegel kommt in einen Segelsack. 10 Meter entfernt bauen wir unser Zelt auf. Der Trangia-Sturmkocher ist bereits in Betrieb.

Segeltrekking ist im Kanuland Schweden ziemlich unbekannt. Aber mit den kleinen, wendigen und stabilen Grabner-Schlauchkats macht die Sache einen Mordsspaß und ist für uns eine prima Ergänzung zum Kanuwandern. Wir sind uns sicher: in den nächsten Jahren werden wir das Wasserwandern unter Segeln auf den weitläufigen und im Vergleich zu Küstengewässern auch ungefährlichen Seen Skandinaviens erheblich ausweiten.

Teil 1 Vorbereitung: Auspacken, Aufstellen, Slipräder, Segeln, Paddeln, zwei Hunde, Wildnisgepäck, Zelt am Boot

Teil 2 Segeln in schwedischer Wildnis: Aufbau, Wildnissegelreise, Picknick am Boot, Anregung für mehrtägige Segeltouren